"... möchten verbrennet werden"
Ausgrenzung und Gewalt gegen Ketzer, Juden, Hexen
... auch in der hessischen Geschichte
 
Hexenverfolgung: Tödliche Ausgrenzung mit System
 
Tafel 18: Menschenopfer zur Rettung der Welt?

Wie in Dieburg, Büdingen und anderen Orten, wurde auch in Babenhausen 1629 (?) eine Supplicatio an den Landesherren formuliert. Man erinnerte an den 1621 hingerichteten Hermann Veixen (s. Tafel 16) und die in seinem Geständnis damals angegebenen Personen, deren seithero geführtes Leben auf zaubereiverdächtige Vorkommnisse überprüft werden sollte. Dabei bezogen sich die Babenhäuser ausdrücklich auf die Chur Maintzische Nachbarschaft, also die in Dieburg, Groß-Krotzenburg und anderen Nachbarorten mit Hunderten von Hinrichtungen durchgeführten Hexenverfolgungen, aber auch an die ebenso opferreichen Verfolgungen in Würzburg und Bamberg. Die Konfessionsunterschiede zu den katholischen Orten spielten für die protestantischen Babenhäuser offensichtlich keine Rolle, wenn es galt, sich vor der verdampten Verführung durch den Sathan zu schützen.

 

Flugblatt des Schultheißes Johannes Fleischbein Kupferstich von Matthäus Merian d.Ä., 1626 Supplicatio der Einwohner von Babenhausen an den Landesherrn, 1629 Plan von Stadt und Schloss Babenhausen

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Babenhäuser Supplicatio, 1629.
(StA Darmstadt E 9 Nr. 43/17)